Grundwissen: Energieausweis

Ohne Energieausweis kein Verkauf

Wer zum ersten Mal eine Immobilie verkauft, muss sich auf jeden Fall mit dem Energieausweis vertraut machen. Auch wenn er bezüglich seiner Aussagekraft manchmal in der Kritik steht: Ein Energieausweis ist für Hauseigentümer mittlerweile Pflicht und zehn Jahre lang gültig.
Dabei gibt es zwei Berechnungsverfahren:

  1. Das bedarfsorientierte Berechnungsverfahren (Bedarfsausweis)
  2. Das verbrauchsorientierte Berechnungsverfahren (Verbrauchsausweis)
Spielzeughaus auf Energieausweis

Wer benötigt den Bedarfsausweis?

Dem Energieausweis auf Bedarfsbasis  liegt der theoretische Energiebedarf des gesamten Hauses zugrunde. Ein technisches Gutachten bewertet dafür bauliche Aspekte wie die Heizungsanlage und die Fenster- oder Dämmungsqualität des Gebäudes. Bei Neubauten kommt diese Berechnungsvariante automatisch zum Einsatz. Ansonsten ist sie nur für Häuser ein Muss,

  • deren Bauantrag vor 1977 gestellt wurde und
  • die damit noch nicht die Vorgaben der Wärmeschutzverordnung von 1977 einhalten und
  • außerdem bis zu vier Wohnungen umfassen.

Der Bedarfsausweis basiert auf zwei wesentlichen Werten: Der „End-Energiebedarf“  ist  der  tatsächliche  Energieverbrauch des Hauses,  während  der „Primär-Energiebedarf“ zusätzlich auch den Energieaufwand beinhaltet, den es braucht, um die Energie bereitzustellen. Aus diesem Grunde liegt der Primär-Energiebedarf bei einem durchschnittlichen Haus über dem End-Energiebedarf. Lediglich bei einem Plushaus, also bei einem Haus, welches selber auch Energie erzeugt, kann der Primärenergiebedarf unter dem Endenergiebedarf liegen.

Wer braucht den Verbrauchsausweis?

Dem Energieausweis eines Hauses auf Verbrauchsbasis liegen die realen Daten des „End-Energieverbrauch“ der jüngeren Vergangenheit zugrunde. Das sind mindestens drei Kalenderjahre für alle Wohneinheiten des Gebäudes. Der Ausweis gilt für das gesamte Haus und umfasst vorübergehende Leerstände ebenso wie lokale Witterungsverhältnisse.

Die Berücksichtigung eines rechnerischen Klimafaktors garantiert dabei, dass ein milder Winter keinen besseren und ein harter Winter keinen schlechteren Dämmzustand des Hauses vorgaukelt. Der Verbrauchsausweis gilt für Mehrfamilienhäuser mit mindestens fünf Wohnungen – weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass sich das unterschiedliche Verbrauchsverhalten der Bewohner „ausgleicht“ – und für alle Wohnhäuser, die die Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen.

Die Effizienzklassen

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat 2014 neben dem Ziel der Transparenz des Energieverbrauches auch eine Einteilung in Energieeffizienzklassen mit sich gebracht. Das gilt sowohl für den Bedarfs- als auch für den Verbrauchsausweis.

  • Der Energiekennwert wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr angegeben.
  • Die Energieeffizienz wird vom grünen A-Bereich bis zum roten H-Sektor differenziert

Passivhäuser bekommen problemlos das Label „A+“ und ungedämmte Altbauten können leicht ein „H“ kassieren.

Was kostet ein Energieausweis Haus?

Ein Verbrauchsausweis lässt sich mit einigen Angaben zum Gebäude und zum Verbrauch aus den vergangenen drei Heizperioden im Internet bestellen. Es gibt also den Energieausweis online, der keine hohen Kosten verursacht.

Für die zugehörige Untersuchung der Immobilie beim Bedarfsausweis darf ein zertifizierter Experte mehrere hundert Euro verlangen.

Ohne Energieausweis wird es richtig teuer. 15.000 Euro ist die Höchststrafe für ein Fehlen des Energieausweises. Unnötig ist das Dokument tatsächlich bei Häusern mit maximal 50 Quadratmetern Nutzfläche, bei denkmalgeschützten Gebäuden und bei ausschließlich selbst genutzten Einfamilienhäusern.

Bei der Erstellung eines Energieausweises sind wir Ihnen gerne behilflich. Wenden Sie sich einfach an unser Expertenteam von Langner & Burmeister Immobilien, ausgezeichneter Makler und Partner in Ihrer Region.

Angaben zum Energieausweis

Für den Verkauf Ihrer Immobilie ist die Erstellung eines sog. Energieausweises Pflicht. Man unterscheidet zwei Typen von Energieausweisen die je nach Baujahr, Objektart und Nutzung zu erstellen sind. Diverse Gesetze und Richtlinien bilden einen dichten Dschungel an Paragrafen – wer soll da noch durchblicken? Mit unserem kostenlosen E-Book bringen wir Licht ins Dunkel.